Erweitern von Zweizargern

Erweiterung von überwinterten Zweizarger:

Im Grunde haben zweizargig überwinterte Völker zunächst genügend Raum für das wachsende Volk. In den Zweizargern wird es etwas später eng als in einzargig überwinterten Völkern.

Dieser vermeintliche Raumvorteil sollte aber nicht ausgenutzt werden! Auch bei diesen Völkern ist die Position der Brut entscheidend. Je besser die Brut Kontakt und Nähe zum Absperrgitter hat, desto unproblematischer nehmen die Bienen den Honigraum an. Überschüssiges Winterfutter auf den unbebrüteten Randwaben wird zum Zeitpunkt der Kirschblüte entnommen und durch Mittelwände und den Baurahmen ersetzt.

Bei zweiräumig überwinterten Völkern muss vor der Erweiterung der Brutsitz in etwa abgeschätzt werden:

  • Wie wird in der Mitte der zweiten Zarge gebrütet?
  • Haben die zentralen Rähmchen viel Futter?
  • Reicht die Brut schon beinahe bis zum Oberträger des Rähmchens?

Volk 1:

Die zweite Brutraumzarge wird gut durchbrütet, es muss nur das Winterfutter entnommen werden. Wer möchte, kann eine Mittelwand in die Mitte des Brutnestes geben.

Volk 2

Die größten Brutflächen befinden sich im ersten Brutraum, im zweiten Brutraum steckt evtl. sehr viel Futter als "Kappe" über der Brut. Damit die Brut bis an das Absperrgitter "hochkommt" und der zweite Brutraum nicht zum Honigraum wird, sollten Mittelwände mitten in das Brutnest der 2. Brutraumzarge gehängt werden.

Die Mittelwände werden in der Regel, meist ohne großen Honigkranz, sehr schnell großflächig bebrütet und die Brut gelangt somit näher an das Absperrgitter. Der Baurahmen in der zweiten Zarge zieht zusätzlich den Brutsitz nach oben an das Absperrgitter.

Diese Eingriffe sollten erledigt werden, bevor der große Nektareintrag kommt.

Den Zweizargern das Winterfutter entnehmen. Die Futterwaben mit dem meisten Pollen sollten am Rand belassen werden.

Bei starken Völkern eine Mittelwand ins Brutnest hängen, den Baurahmen auf Position 2 oder 9 geben und evtl. schon den Honigraum aufsetzen.