Informationen für Imker, 30.7.2009

Die Sommertracht ist zu Ende. Die Völker tragen bei schönem Wetter zwar viel Pollen und auch etwas Nektar ein, doch weniger als sie an Honig verbrauchen.
Deshalb ist bei Jung- und Altvölkern auf ausreichende Futterversorgung zu achten. Das gilt besonders für die zügig wachsenden Jungvölker. Ihr Futterbedarf ist besonders hoch.
Beim Füttern kann leicht Räuberei ausgelöst werden. Deshalb: nur abends Futter geben, nichts verkleckern und die Fluglöcher besonders der Jungvölker klein halten.
Der Varroabefall der Altvölker ist sehr unterschiedlich. Insgesamt scheint er niedriger zu liegen als im Vorjahr. Wir empfehlen dennoch, den natürlichen Milbenfall bei Alt- und Jungvölkern regelmäßig durch Gemülldiagnosen zu überwachen. Wer beobachtet ist vor Überraschungen sicher.
Es reicht aus, wenn die Windel dazu ein bis drei Tage lang eingeschoben wird. Wenn die Windel stark von Ameisen oder Ohrenklemmern belaufen wird, sollte sie eingeölt werden, um das Wegtragen von Varroamilben zu verhindern. Wenn der natürliche Milbenfall 10 Milben pro Tag deutlich überschreitet ist Gefahr im Verzug. Dann sollte umgehend behandelt werden.
Unabhängig von der Stärke des Varroabefalls sollten alle Altvölker im August gegen die Varroamilbe behandelt werden. Wir empfehlen dabei nach dem Behandlungskonzept Baden-Württemberg vorzugehen. Details finden Sie in Ihrem Faltblatt. Eine Behandlung darf nur nach der Honigernte bzw. nach Trachtende durchgeführt werden.