Informationen für Imker, 15.6.2009

Die Sommertracht ist zu Ende. Die Völker tragen bei schönem Wetter zwar viel Pollen und auch etwas Nektar ein, doch weniger als sie an Honig verbrauchen.
Deshalb ist bei Jung- und Altvölkern auf ausreichende Futterversorgung zu achten. Das gilt besonders für die zügig wachsenden Jungvölker. Ihr Futterbedarf ist besonders hoch. Wegen der Räubereigefahr sind die Fluglöcher der Jungvölker klein zu halten.
Die Zeit der Fichtentracht ist ohne Fichtentracht verstrichen. Auch von der Tanne ist nach wie vor keine Tracht zu erwarten.
Der Varroabefall der Altvölker ist sehr unterschiedlich. Einzelne Versuchsvölker verlieren ohne Behandlung täglich mehr als 10 Milben. Wir empfehlen deshalb dringend, den natürlichen Milbenfall durch eine Gemülldiagnose zu überprüfen. Es reicht aus, wenn die Windel dazu ein bis drei Tage lang eingeschoben wird. Wenn die Windel stark von Ameisen oder Ohrenklemmern belaufen wird, sollte sie eingeölt werden, um das Wegtragen von Varroamilben zu verhindern. Wenn der natürliche Milbenfall 10 Milben pro Tag deutlich überschreitet ist Gefahr im Verzug. Dann muss eventuell noch vor August behandelt werden.
Eine Behandlung darf nur nach der Honigernte bzw. nach Trachtende durchgeführt werden.