Königin

Die Königin (Weisel) ist die Mutter aller Bienen eines Volkes. Ihre Nachkommen sind bis auf die Drohnen und Tochter-Königinnen alle steril, d.h. die Arbeiterinnen haben sich einem anderen Ziel als der individuellen Fortpflanzung untergeordnet bzw. unterordnen müssen. Durch das beständig abgesonderte Königinnenpheromon behält die Alleinherrscherin die unfruchtbaren Weibchen unter Kontrolle; das Pheromon unterdrückt die Aktivität der Eierstöcke. Auch Arbeiterinnen könnten Eier legen; fehlt die Königin, beginnen sie nach einer gewissen Zeit unbefruchtete Eier zu legen, d.h. lauter Drohneneier.

Lebenslauf der Königin

  • Zeugung: unspektakulär, wie jede Arbeitsbiene, befruchtetes Ei
  • Geburt: nach 16 Tagen, 180mg schwer, Gelee Royal Dauerinfusion
  • Kindergarten: Nebenbuhlerinnen gekonnt abgestochen
  • Schule: Orientierungsflüge eine Woche nach Geburt
  • Hochzeit: nicht öffentlich in 30 Meter Höhe, die Königin wird gleich zur Witwe
  • Arbeitsauftrag: 1000-3000 Eier pro Tag legen, Pheromone absondern
  • Familienplanung: Ende April bis Juni
  • Selbständigkeit: Hausbau mit 10 000 Arbeiterinnen am nächsten Apfelbaum
  • Altersteilzeit: nach 2 Jahren
  • Rente: nach 3 Jahren

Die Königin hat wesentlichen Einfluss auf das Verhalten des Volkes, sie ist verantwortlich für die Nachkommen. Unruhige oder aggressive Völker, unbefriedigende Leistung sind Gründe warum eine Königin getauscht wird. Nach dem zweiten oder dritten Wirtschaftsjahr steigt zudem die Gefahr, dass die Königin ausfällt - während des Hochzeitsfluges übernimmt die Königin den Spermavorrat für das ganze Leben. Gute Völker behalten ihre Königin zwei Jahre. Der Imker ersetzt alte und unbefriedigende Königinnen (umweiseln).

Imker entwickeln mit der Zeit einen Blick für die Könginnen, die Aufenthaltswahrscheinlichkeit kann bei einer Suche eingegrenzt werden. Einfacher findet man Königinnen, wenn sie mit einem Stift oder Kunststoffplättchen markiert werden.

Jahresfarben

2010 blau
2011 weiß
2012 gelb
2013 rot
2014 grün