

Haben die Bienen den bisherigen Winter überlebt?
Am 07. 02 2010 erfolgt die Kontrolle durch Blick durchs Flugloch und von oben in die Beute.
Erfreuliches Ergebnis: Die Bienen sitzen auf 6 Wabengassen! Der Gitterboden ist relativ bedeckt mit Totenfall, dieser wird am 08.02.2010 zum Großteil entfernt.
Wie in der Folgezeit immer wieder, wird die Beute gewogen. Das Gewicht beträgt ca. 15 kg mit Innen- und Blechdeckel. Wenn man das Gewicht für Beuten-, Wachs- und Bienen mit 11 kg annimmt, sind noch ca. 4 kg Futter im Volk.
Am 26.10.2009 wird das Flugloch auf ganzer Breite geöffnet und die Windel eingeschoben. Nach drei Tagen sind 2 Varroen gefallen => noch kein Behandlungsdruck. Aufgrund des warmen Wetters ist auch keine Winterbehandlung möglich.
Bis zum 30.09.2009 sind durch weitere Einfütterung 20 l Zuckersirup verfüttert.
Eine Populationsschätzung ergibt ca. 10250 Bienen und ca. 400 Brutzellen.
Das leere Tetrapack wird entfernt. Dadurch ist die Zarge nun frei für die Varroabehandlung.
Auf der Varroa-Schublade liegen nach 24 Stunden 7 Milben und in den folgenden 15 h fallen 9 Varroen. Also ist am 1.10.2009 Ameisensäurebehandlung angesagt mit dem Liebig-Verdunster (150 ml). In den ersten 9 h verdunsten 20 ml und am
Füllen der Zarge mit 3 weiteren Mittelwänden und Aufsetzen einer Leerzarge. Dort hinein wird auf die Abdeckfolie das Tetrapack gestellt. Die Abdeckfolie wird um ca 8 cm umgeschlagen, damit die Bienen auch von unten hochsteigen können. Eine dünne Futterspur legen, damit sie es gleich finden.

Jetzt geht die Fütterung los mit 1 l ApiInvert im Tetrapack und Korken als Schwimmhilfe. Nach zwei Tagen ist der Tetrapack fast leer und wird am 11.7.09 wieder gefüllt. Alle 2-3 Tage kommt jetzt ein weiterer Liter Zuckersirup in das "Futtergefäß".

Abends können wir unser erstes Jungvolk am Lehrbienenstand abholen. Die drei Brutwaben, behandelt mit Milchsäure werden dann mit 1 Futterwabe, 3 Mittelwänden und einer Leerwabe in die Zarge gesteckt, das gesamte Flugloch mit Schaumgummi verstopft und auf unserem Bienenstand aufgestellt. Dort wird das Flugloch auf 2,5 cm Breite geöffnet und die Bienen dann in Ruhe gelassen.

Es war einmal... Anno Mai 2009:
Ein Kollege erzählt mir, er habe durch den Weggang eines anderen Kollegen seinen besten Honig-Kunden verloren. So erfahre ich davon, daß er Imker ist und ein Volk auf seinem Carport stehen hat.
Von früher her (Filme, Bilder und eigener Erinnerung) weiß ich, daß Bienen viel stechen und man deshalb immer mit Vollschutz imkern und außerdem Pfeife rauchen muß.
Für die Imkerei interessierte ich mich schon länger, nur bin ich leider nie über das drüber Nachdenken rausgekommen. Dies änderte sich dann im Mai 2009, als ich endlich den Entschluss gefasst hatte, mir das ganze Mal näher anzuschauen. Also mal fix im Internet geschaut und die Homepage des Bezirksbienenzüchtervereins Kirchheim gefunden. Nachdem das Kontaktformular ausgefüllt und abgeschickt war, wurde ich auch relativ schnell auf eine Vorführung eingeladen.

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Vor etwas mehr als 10 Jahren bin ich in die Imkerei eingestiegen. Ein Neueinstieg bedeutet aber nicht, dass man auch mit neuen und geeigneten Beuten beginnt....


